Das Buch von den Farben
Veröffentlicht: 26. Januar 2012 Einsortiert unter: Sonstiges | Tags: Buch, Druck, Farben, Farbstoffe, Kremer-Pigmente, Pigemente 7 Kommentare »Gelegentlich bin ich Gänsehautanfällig, beim Anblick selten gewordener Erhabenheit von Kunstwerken z.B., in Filmen, die es darauf anlegen, auch mal bei Musik und gelegentlich bei Berührungen durch besondere Mitmenschen, da kann sogar ein Blick genügen. Bei Büchern ist es mir noch nicht passiert, kürzlich zum ersten Mal.
Nach reiflicher Überlegung habe ich es bei Kremer bestellt, es kostet immerhin 79 Euro. Der Titel: Farbpigmente, Farbstoffe, Farbgeschichte, Format 34 x 25 cm.
Als es geliefert wurde, erledigte ich erst den Alltagskram um es dann feierlich auszupacken. Der Umschlag in Schwarztönen, wie gerade aufgemalt, passt perfekt, das Papier fasst sich gut an, das beste ist jedoch der vorzügliche Druck. Jedes Pigment ist in verdünntem Auftrag und im Vollauftrag abgebildet, sogar die Weiß- und Schwarz-Töne sind zu unterscheiden, Rügener Kreide, Champagnerkreide, Lithopone, Titanweiß, Schwerspat – alles unterscheidbare Weißtöne auf weißem Papier, zusätzlich ein Kreis mit dem ungebundenen Pulver in seiner noch einmal anderen Farbigkeit.
Ich hatte so etwas noch nie gesehen und konnte gar nicht genug bekommen von den vielen Blau-, Gelb- und Rottönen, der Vielfalt der Erdfarben und den Erläuterungen dazu. Das Buch wurde mit 15 Farben gedruckt und ist für mich ein Kunstwerk. Es enthält neben Geschichtlichem zur Farbgewinnung und dem -gebrauch auch einige Hinweise auf die Malweise alter Meister. So weiß ich jetzt endlich, mit welcher Palette Vermeer das Mädchen mit dem Perlenohrring gemalt hat.
Oftmals kaufe ich Ausstellungskataloge nicht, weil die Farben einfach nicht stimmen, was sofort ins Auge fällt, wenn man die Originale gerade erst gesehen hat. Teuer genug sind sie mit meist 39 Euro inzwischen auch. Jetzt weiß ich gar nicht, wie ein Buch wie dieses zu einem so günstigen Preis hergestellt werden kann. Es hat eine Reihe von Förderern und Unterstützern gegeben, sonst wäre das sicher nicht möglich gewesen. Für mich ist es ein Schatz und es freut mich, dass es Menschen gibt, die sich so viel Mühe geben, ein solches Buch zu gestalten.
Es ist sicher nicht für jeden so interessant wie für mich, ich wollte aber darauf hingewiesen haben, dass es so etwas gibt: Gute, sorgfältige, liebevolle Arbeit am Buch.
Hier noch ein Link zu einer informativen Seite über die Firma Kremer-Pigmente und vieles mehr über Farben und Pigmente.
Zeichen
Veröffentlicht: 24. Januar 2012 Einsortiert unter: Ausflüge, Niederrhein | Tags: Brennesseln, Hyazinthe, Krähen, Nestbau 12 Kommentare »


Heute morgen, bei plus 1 Grad zwischen Wallach und Ossenberg, ist meine Überzeugung, der Winter kommt noch, ins Wanken geraten.
Was macht der Kater?
Veröffentlicht: 23. Januar 2012 Einsortiert unter: Niederrhein, Sonstiges | Tags: Aktivitäten, Katzenart, Schwarzer Kater 13 Kommentare »Hier ein paar der Aktivitäten unseres Mitbewohners Berni Bernstein. Häufig liegt er auch schnurrend auf meinem Schoß, nur komme ich dann nicht an die Kamera heran, oft nicht mal an meine Lesebrille, so dass er ungeplante Meditationstunden erzwingt, so wie er nach und nach das Leben in Haus und Garten neu strukturiert hat. Wir fügen uns. Nur ins Schlafzimmer darf er nicht. Daran arbeitet er noch.
Rätselauflösung
Veröffentlicht: 21. Januar 2012 Einsortiert unter: Niederrhein, Rätsel | Tags: Auflösung Bilderrätsel, perspektive, rhein, Schleuse 13 Kommentare »
Hier ist die Schleuse aus einer anderen Perspektive. Danke fürs Mitraten.

Ich habe noch ein Foto hinzugefügt, es zeigt von oben gesehen wie das Rheinwasser durch die geöffneten Schleusentore fließt. Ich weiß die Hochwassermarke nicht auswendig, wann die Tore geöffnet werden. Der Sinn ist eine Entlastung der Deiche und bewohnten rheinnahen Bereiche durch Überflutung der Rheinwiesen.
Bilderrätsel
Veröffentlicht: 20. Januar 2012 Einsortiert unter: Niederrhein | Tags: Rätsel 21 Kommentare »
Was ist das?
Bislicher Insel
Veröffentlicht: 17. Januar 2012 Einsortiert unter: Ausflüge, Niederrhein, NRW | Tags: Bislicher Insel, gänse, hochwasser, Kopfweiden, Naturschutzgebiet, Rheinwiesen, Wasservögel, xanten 10 Kommentare »Am Sonntag wurde mir klar, die Bislicher Insel gehört mir gar nicht. Nur alltags kann ich mich als Alleininhaberin fühlen, an Sonntagen kommt alle Welt hierher, bewaffnet mit neideregenden Fotoausrüstungen und Superferngläsern, eingehüllt in tarnfarbene Wettermäntelchen, häufig und leider geführt von einem lautstarken Kenner der Vogelwelt. Wenn diese Leute nicht leise sprechen können, wundert es mich nicht, dass die Wasservögel das Weite suchen.

Die Bislicher Insel ist ein Naturschutzgebiet in Sichtnähe zum Xantener Dom, eine Insel ist es nicht, da der Rhein irgendwann sein Bett veränderte und dieses Stück Land nicht mehr einschloss, sondern links liegen ließ, wörtlich. Bislich selbst liegt auf der rechten Seite. Die Halbinsel mit den übriggebliebenen Armen des Rheins, jetzt Altrhein genannt, behielt diesen Namen, auch ohne Insel zu sein.

Viele Wege sind nun zugewachsen oder mit einem Betretungsverbot belegt. Ab 1982 wurde das Land nach und nach vom Kommunalverband Ruhrgebiet gekauft. Das Gebiet sollte als Auenlandschaft geschützt und erhalten werden, was heute als gelungen angesehen werden kann. Für die Vogelfreunde hat man Vogelbeobachtungshütten erstellt. Die Wiesen sind Überschwemmungsgebiet für das Rheinhochwasser, es gibt ein Informationszentrum und neuerdings ein „Auen-Café“. An das Durchfahrt-Verboten-Schild der einzigen Straße am Rhein entlang hält sich kaum jemand. Es empfiehlt sich, die Sonntage zu meiden. Es sei denn, es regnet.

Die Landschaft bietet sich während des Hochwassers besonders reizvoll dar. Dagegen sind die Gänse langweilig. Ich habe noch nie verstanden, was man an ihnen stundenlang beobachten kann. Sie hocken da und fressen, manchmal fliegen sie auf. Für mich gibt es interessantere Wasservögel, die sich aber an diesem Tag alle nicht blicken ließen. Ohne Menschen wäre es ein kleines Stück Paradies. Allerdings laufe ich selbst ja auch immerzu dort herum. Und an diesem Sonntag lohnte es wegen des klaren Winterlichts trotz allem.
Übertroffen werden kann das nur noch durch eine Reihe von Frosttagen, dann friert der Altrhein zu und ist mit Schlittschuhen zu befahren, was natürlich aus Naturschutzgründen streng verboten aber nicht aufzuhalten ist. Ein kleines bisschen Eis gibt es an den Rändern der flachen Wasserstellen. Viel Hoffnung habe ich allerdings nicht.
Bild des Tages 17.01.12
Veröffentlicht: 17. Januar 2012 Einsortiert unter: Niederrhein | Tags: Flugaufkommen, Himmel, Menzelen 7 Kommentare »
Erhöhtes Flugaufkommen
Bild des Tages 16.01.12
Veröffentlicht: 16. Januar 2012 Einsortiert unter: Bild des Tages | Tags: Nebelpferd 9 Kommentare »
Heute morgen im Nebel: Ein achtbeiniges Pferd
Salz-Waggons
Veröffentlicht: 12. Januar 2012 Einsortiert unter: Niederrhein | Tags: Rost, Salz, Streckenwärter, Waggons 14 Kommentare »Im letzten Jahr um diese Zeit standen die Salz-Waggons nicht in dieser morbiden Schönheit arbeitslos in der Gegend herum. Immer mal versperrt uns ein ganzer Zug den Weg, so dass wir unter den Wagen hindurch müssen, um unsere Runde fortsetzen zu können. Mir ist jeweils ein wenig mulmig dabei. So rostig wie die Räder sind, gäb’ es sicher eine Blutvergiftung, sollte er sich plötzlich in Bewegung setzen.
Auch denke ich immer an die Ballade vom Streckenwärter, der als lebende Weiche einen vollbesetzten Zug rettete, die unser Deutschlehrer Gänsehaut erzeugend vorzutragen verstand. Sie gehörte bei ihm in eine Reihe mit „Nis Randers“ und „John Maynard“. Leider weiß ich nicht, wer der Dichter war und auch der Titel ist mir nicht geläufig. Falls jemand diese Ballade kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar.
Rheinwasserstand
Veröffentlicht: 9. Januar 2012 Einsortiert unter: Ausflüge, Niederrhein | Tags: Bäume, hochwasser, Licht, rhein, Wiesen, Zäune 6 Kommentare »Heute morgen auf dem Rheindeich zwischen Rheinberg und Wesel war alles ganz anders, als letzte Woche.




























