Schleiereule

Die Schleiereule muss ich unbedingt noch nachreichen. Sie wirkte in der Versammlung der Greifvögel wie ein Prinzesschen unter Rittern. Sie hatte sich für den Tag auch ihr schönstes Federkleid angelegt und schien die einzige zu sein, die bewundernde Blicke zu schätzen wusste.

Schleiereule

Schleiereule


Greifvögel

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Sie waren angebunden, das hat mir natürlich nicht gefallen. Der Herr Falkner war jedoch dabei und er wirkte kompetent. Ich wäre in freier Natur niemals so nahe an diese Vögel herangekommen. Immerzu halte ich Ausschau nach ihnen. Die Bussarde verraten mir freiwillig, wo sie gerade sind mit ihrem Ruf. Der kleine Falke fällt durch seine Flug gleich ins Auge. Aber Habicht und Bussard kann ich auf Entfernung nicht unterscheiden. Jetzt vielleicht etwas besser. Die Habichte sind deutlich größer und heller. Bei beiden Arten sind die Weibchen größer als die Männchen, sagt der Falkner. Einen Turmfalken habe ich hier noch nie gesehen. Er hat mich sofort für sich eingenommen. Was für ein wunderbares Tier. Er verstand offenbar auch jedes Wort seines Herrn. Die Eule und der Uhu wirkten ein wenig gelangweilt, wahrscheinlich hätten sie lieber geschlafen als an dieser Nabu-Veranstaltung teilzunehmen.


Fress-Feinde

2014-11-13 um 12-42-06Es war noch lange warm, aber jetzt sollte die Rote Beete und die Sellerie doch ins Winterquartier. Zuerst wurde ich auf die matten Mangoldstängel aufmerksam, sie reckten sich nicht wie gewohnt in die Höhe, sonder hingen lustlos an sich selbst herunter. Ein Griff bestätigte den sofort aufkommenden Verdacht. Hier hatte jemand von unten nachgeholfen. Die Wurzel, inzwischen ziemlich dick und stabil, war in der Mitte durchgeknabbert. Die Spuren sahen nach Nagezähnen aus. Zum Glück waren nicht alle Pflanzen betroffen und ich konnte noch einiges für die Kühltruhe retten.

Die Rote Beete sollten als nächstes geerntet werden. Auch hier wirkten die Blätter an einigen Pflanzen schlapp. Als ich daran zog, ließ sich der Teil, der normalerweise von Erde verdeckt ist, leicht herausheben und stellte sich als leere Hülle heraus. Etwa die Hälfte der Beeteernte war schon verzehrt. Immerhin ernähren sie sich gesund, unsere Untermieter. Das Gesunde war allerdings ursprünglich für uns gedacht. So einen großem Schaden hatten wir noch nicht in den letzten 18 Jahren.

Die Sellerieknollen waren von anderen Viechern als Köstlichkeit erkannt worden. Schnecken in Tateinheit mit Asseln. Die Schnecken fangen an und die Asseln vollenden das Werk der Aushöhlung. Drei Knollen haben sie uns übrig gelassen, immerhin!

Nach den Walnüssen war das der letzte Ernte-Akt für dieses Jahr. Die Nüsse sind leider zwar zahlreich, aber etwas zur Hälfte von innen schimmelig. Auch ihnen hat die Nässe des Sommers geschadet. Oh, mir fällt ein, die Mispeln hängen noch am Baum, knochenhart. Es wird noch dauern bis zur Genussreife, etwas Frost wäre dafür notwendig. Der sollte aber nicht ehr auf den Plan treten, bevor ich alle Töpfe ins Treibhaus gebracht habe.


Zug der Kraniche

Es löst bei mir ein schwer zu erklärendes Glücksgefühl aus, die Kraniche fliegen zu sehen. Am Sonntag über Münster und Umgebung kam ich aus dem Glück gar nicht mehr heraus. Im Abstand von 30 – 45 Minuten zogen immer neue Formationen am blauen Himmel entlang, mit diesen dezenten Rufen, die meinen Blick zufort den Himmel absuchen lassen. Sie schreien nicht so ordinär wie die Gänse, rufen kehlig und meloniöser. Wie die neueste Forschung ergab, fliegen sie von hier aus direkt bis Südfrankreich, manchmal mischen sich die Gänse dazwischen. Ich konnte jedoch keine ausmachen, es waren reine Kranich-Formationen, es müssen mehrere tausend Vögel gewesen sein.

Wie kriegen die das hin, sich für einen Tag zum Abflug zu verabreden, ganz ohne Handy?


Neues Tier gefunden

2014-10-17 um 14-54-10

Jetzt braucht es noch einen Namen.


Hafenstadt Cherbourg-Octeville

Der Morgendunst lag noch über der Hafenstadt, als wir Cherbourg-Octeville erreichten und uns sogleich über die Ruhe wunderten, da wir Hafenstädte meist als betriebsam erleben. Im Industriehafen war es still wie an einem Feiertag. Nur die Angler waren sehr beschäftigt.

Da es sich um einen Seehafen handelt, hatten wir zwei oder drei Kreuzfahrtschiffe erwartet, die etwa 30.000 Touristen jedes Jahr hierher bringen. Statt dessen sahen wir die Masten der Segeljachten und ein paar Fischerboote.

Ein Krabbenkutter erregte die Aufmerksamkeit der Passanten, etwa zwei Dutzend Menschen sahen zu, wie die Krabben entladen wurden. Auch hier wurde alles mit Ruhe gehandhabt. Hektik scheint dieser Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern fremd zu sein.

 

Vom Hafen aus sind es nur ein paar Schritte in die Altstadt, die glücklicherweise nicht völlig zerstört worden war im letzten Krieg. Um den Hafen herum ist hauptsächlich Nachkriegsarchitektur zu sehen, schlendert man durch die Gassen der Altstadt, findet man das typisch französische Flair kleiner Städte.

Das Café de Paris, direkt am Hafenbecken gelegen,  ist meine Empfehlung für die Mittagszeit oder das Abendessen.


Kleine Helfer

Mitesser

 

Ameisen auf Apfel

Sie schaffen 280 g in 48 Stunden. Alles, was sie fressen, muss ich nicht aufheben.


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 102 Followern an