Alm-Idylle mit Rutschpartie
Von Terenten aus lohnt im Sommer unbedingt ein Ausflug ins Vals-Jochtal. Von der Bergstation des Jochtal-Lifts aus nahmen wir den Wanderweg leicht abwärts zum Valser Joch auf 1900 m und folgten dem wieder ansteigenden Pfad zur Rotensteinalm. Von hier an wird der Weg sehr schmal und stellenweise schwierig. Drahtseile bieten Halt. Da ich nicht schwindelfrei bin, war dies eine schwierige Passage für mich. Ich durfte nicht nach unten gucken und hatte so gar nichts vom grandiosen Ausblick. Nachdem wir die wieder leichter zu gehende Ochsenalm hinter uns hatten, erreichen wir die sehr idyllisch gelegene Fane Alm mit einer winzig kleinen Kirche und verstreut liegenden, schindelbedeckten Almhütten im satten Grün der Almwiesen. Hungrig wie wir waren, freuten wir uns über die Brettljause und die wohlschmeckende Milch, nicht zu vergleichen mit den Produkten aus Supermärkten. Leider hatte ich bei dieser Wanderung keine Kamera zur Hand. Deshalb werde ich in der grünen Jahreszeit noch einmal hinfahren müssen.

Im Winter bietet sich hier noch eine andere Möglichkeit. Vom Tal aus gibt es auch eine schmale Asphaltstraße zur Fane-Alm. Bevor es bergauf geht, stehen Rodelschlitten bereit, die über den festgefahrenen Schnee gezogen werden müssen. Der Anstieg dauert etwa zwei Stunden, je nach Kondition. In der in einer im Winter ganz anders wirkenden weißen Mulde gelegenen Almhütte, konnten wir ausruhen, eine dampfende Schüssel mit Gerstelsuppe zu uns nehmen, draußen in der Sonne auf den groben Holzbänken sitzend, mit Blick auf das glitzernde Weiß ringsum.

Zum Schluss einen Glühwein, schon in der Vorfreude auf das Kommende. Der Hund war dabei und wusste gar nicht, was los ist, als seine Herrschaften sich auf den Rodelschlitten setzten und quietschend (hauptsächlich ich), immer mal wieder in den seitlichen Schneewehen landend und neu Kurs nehmend die Strecke in einem Bruchteil der Aufstiegszeit wieder hinunterrutschten. Er sprang aufgeregt bellend nebenher, immer bereit, uns wenn nötig zu retten, unten angekommen sichtlich erleichtert, als wir uns von dem seltsamen Gefährt mit knackenden Knochen wieder erhoben und uns immer noch freuend ganz normal fortbewegten. Für den Hund und für uns ein Erlebnis der besonderen Art.
Mein Beitrag zu Fane-Alm – Ich bin Karu – auf Qype




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