Die Teufelsmauer

Mich hat lediglich das Hinweisschild „Teufelsmauer“ neugierig gemacht neben der Straße von Thale nach Weddersleben. Besonders viel versprach ich mir nicht davon, weil hier fast alles mit Hexen- oder Teufel- beginnt, wenn es nicht gerade eine Kirche ist.

Von einem Parkplatz aus führte ein Weg durch Buschwerk entlang und gab plötzlich den Blick auf etwas Phänomenales frei, was ich so noch nie gesehen hatte. Auf leichten Hügeln stehen Felsenwände, zwischen 10 und 20 m hoch,  also nicht kegelförmige Felsbrocken

sondern richtige Wände in Reihe. Wie ist das möglich?

Eine Hinweistafel setzte dem Rätseln schnell ein Ende. Bei Wikipedia ist es genauer nachzulesen. Ich fasse laienhaft zusammen, dass diese Felsen aus der Kreidezeit sich durch eingedrungene Kieselsäure verfestigt haben. Die weichen Schichten außen haben sich durch die Jahrhunderte hinweg abgetragen, so dass die „harten Gerippe“ hervortraten und überdauerten. Die Löcher zwischen den jetzt einzelnen Wänden sind durch eiszeitliche Gletscher oder durch Flüsse entstanden. Auch sind die einzelnen Teile der Mauer, die sich immerhin auf 20 km von Ballenstedt bis Blankenburg erstreckt, nicht alle in der gleichen Zeit entstanden und bestehen aus unterschiedlichem Gestein. Dafür würde ich gerne noch einmal in den Harz fahren und eine Wanderung an der Teufelsmauer entlang unternehmen, auf einem Wandersteg, der 35 km lang ist.

Wir mussten uns mit ein paar Abschnitten zufriedengeben. Mit dem bei Weddersleben und einem Stück oberhalb von Blankenburg, wobei das Teilstück bei Weddersleben das bizarrere ist.

Erst auf den zweiten Blick wird man gewahr, dass sich am Fuß der Felswände sehr vieles angesiedelt hat. Wir konnten die Pflanzen, die dort wachsen, gar nicht alle benennen. Der Grund dieser Vielfalt ist der Sand, der sich aus dem Gestein gelöst hat und die Hügel bildet. Es ist ein ausgesprochener Mager-Boden, so dass auch Pflanzen und Gräser vorkommen, die sonst nur in den Dünen am Meer zu finden sind. Auf dem Hinweg schauten wir immer in die Höhe, auf dem Rückweg immerzu auf den Boden.

Ehrenamtler haben einen kleinen Garten am Fuß der Felsen angelegt. Sie haben die Genehmigung bekommen, das streng geschützte Gebiet unterhalb der Felsen zu betreten und Samen zu sammeln. Alles musste akribisch notiert und angegeben werden, wieviele Samen wovon und von wem gesammelt. So kann man heute bei Interesse auf den Schildchen nachlesen, um welche Pflanzen es sich handelt.

An dieser Stelle erfuhren wir auch, dass man sich um biologische Landwirtschaft in diesem Landstrich bemüht. Es sind aber wohl nur wenige Bauern dabei geblieben, was auf diesen beiden Fotos deutlich zu erkennen ist, die ich rechts und links der Teufelsmauer aufnahm, bevor ich wusste, wie es sich damit verhielt. Es fiel einfach ins Auge.

Dieser Teil des Harz-Aufenthaltes hat uns die größte Freude bereitet. Über den Jahrtausende alten Felsformationen schwebte immer wieder einmal ein Rotmilan, mein Lieblingsgreifvogel. Perfekter geht es nicht mehr an einem letzten Reisetag vor der Heimkehr.

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Von der Teufelsmauer gibt es gleich drei Sagen, da ich mich für keine entscheiden konnte, hier der Hinweis, dass sie ebenfalls bei Wikipedia zu finden sind, wie alles andere Wissenswerte über dieses Gebiet.


Bodetal und Hexentanzplatz

Im Bodetal wollten wir von Thale aus eine kleine Wanderung wagen. Da die Krankheit des liebsten Reisegefährten keine großen Wanderungen mehr zulässt, müssen wir uns begnügen mit Wegen, die einigermaßen eben sind und nicht zu steil bergauf oder bergab gehen. Das ist im Bodetal zunächst gegeben.

Nachdem wir uns vom Parkplatz durch das „Vergnügungsviertel“ mit sehr schönem Klettergarten, aber auch allerlei quitschbunten Allerweltsvergnügungen einschließlich Kabinenbahn  auf die höher gelegenen Ebenen, hindurch bewegt hatten, gelangten wir sogleich in die Landschaft, die ich vom Harz erwartet hatte. Ein wildes Wasser mit Granitblöcken, um die es herum schäumen kann, wilder Wald mit Felsen und kleinen Höhlen durchsetzt, in den Himmel ragende Felsenpyramiden, vielfältige Fauna und Flora und jede Menge Sagengestalten, nach denen alles benannt wurde, was rechts und links der Bode zu finden ist.

Hier die Sage, die dem Flüsschen den Namen gab.

Ich muss gestehen, dass ich vom Bodetal nichts wusste, bevor ich hier den Namen das erste Mal las, und dass, obwohl laut Wikipedia Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts einige Berühmtheiten diesen Weg am Wasser entlang gegangen sein sollen. Nach J.W. von Goethe ist sogar einer der Felsen benannt. Später merkte ich, dass man überall Bronzehinweise aufgestellt hat, wo der Herr seinen Blick hat schweifen lassen.

Unbeeindruckt davon haben wir diesen so schönen Weg an der Bode entlang bei schönem Wetter genießen können, immer mit kleinen Pausen. So hat es auch Vorteile, nicht mehr das gewohnte Wandertempo vorlegen zu können. Beim langsamen Gehen sieht man mehr und in den Pausen sowieso. Auf diese Weise ist es mir gelungen, eine Gebirgsstelze und eine Wasseramsel erstmals zu sehen und sogar mit aufs Foto zu bekommen.

Eine Tafel klärte darüber auf, dass Wasseramseln auf dem Grund des Baches laufen und Futter suchen können. Erstaunlich!  Sehr gerne hätte ich auch einen Feuersalamander gesehen, den soll es hier auch geben. Aber mitten am Tag wird er kaum über Wanderwege laufen.

Bei der Jungfernbrücke zur Königsruh’ lädt der „schönste Biergarten Deutschlands“ zur Rast ein. Bis zum Bodekessel war der Wanderweg noch breit und eben genug. Danach wurde es felsig und steil, so dass wir an der Stelle leider umkehren mussten, ich wäre gerne noch bis Treseburg gewandert.

Statt dessen fuhren wir mit der Kabinenbahn zum Hexentanzplatz hinauf. Die Gondel hatte einen Glasboden, so dass man in die Schlucht hineinsehen kann, durch die sich die Bode schlängelt, vorausgesetzt man ist schwindelfrei. Sonst guckt man besser nicht, so wie ich.

Der Hexentanzplatz ist ein 250 Meter oberhalb des Bodetales gelegenes Hochplateau mit schöner Aussicht in das Harzvorland und in das Gebirgstal. Allerdings ist es dermaßen auf den Tourismus ausgelegt, mit einer Walpurgishalle und einem Hexenhaus sowie zahlreichen Verkaufsständen und Restaurants mit Hexen- und Teufelskitsch und -Küche. Natürlich gibt es auch zu diesem Platz eine Sage.

Obwohl noch keine Hochsaison tummelten sich jetzt schon Menschen aus aller Welt hier oben. Wir zogen es daher vor, den kleinen Zoo zu besuchen, mit einheimischen Tierarten.

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Dort war es ruhiger. Wir bekamen eine Wolfsfamilie zu sehen mit zwei Elterntieren, einem schon erwachsenen Jungwolf und drei erst einige Wochen alten Wolfskindern. Ich war zwar sehr nahe bei ihnen, konnte aber wegen des Buschwerks keine Fotos machen. Die Wölfe haben dort ein 3 ha großes Areal für sich und wirkten sehr zufrieden.

Ein nettes Erlebnis ergab sich auf dem Rückweg von der Kabinenbahn zum Parkplatz. Schon in der Bahn waren uns Frauen in Hexenkostümen und langen Pappnasen begegnet. Auf der abschüssigen Straße zum Parkplatz fuhr eine dieser Frauen mit wehendem langen Rock mit hohem Tempo auf dem Fahrrad an uns vorbei, den Besen unter den Arm geklemmt. Vor uns ging eine Familie mit einem kleinen Mädchen. Das zeigte aufgeregt auf die Hexe und lachte laut auf: “Haha, wofür hat sie denn den Besen?“

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Später sahen wir sogar eine auf dem Motorrad vor einem „Devotionalienshop“ für Hexen- und Teufelsbedarf. Im Harz gibt das alles.


Fachwerk, restauriert

Unser im Internet gebuchtes Quartier in Stecklenberg erreichten wir mit Navi-Hilfe noch rechtzeitig, trotz der merkwürdigen Umleitungen unterwegs, bevor die Rezeption nicht mehr besetzt war. Ein Schild in dem kleinen Dorf in der Nähe von Thale warb an der Straße mit dem Slogan „Schlafen wie die Grafen“. Und tatsächlich erwartete uns ein keines Schloss mit einem gepflegten Schlossgarten, gemauertem Brunnen, Bronzelöwen und -hirsch, Ententeich und Blick auf den Wald, aber auch mit guten Betten, eines Grafenpaares würdig.

Oberhalb des Schlosses, etwa 10 Gehminuten entfernt, gibt es Reste der Stecklenburg mit nur wenigen übrig gebliebenen Mauern. Unterhalb, direkt neben der Kirche,  kann man anhand eines Miniaturmodells einen Eindruck von der in der Nähe gelegene Lauenburg bekommen. Die Straße dorthin war gesperrt.  Zum Essen muss man bis Thale oder Quedlinburg fahren, in Stecklenberg gibt es keine Restaurants.

Da der nächste Tag nieselig und grau zu werden versprach, setzten wir Quedlinburg auf den Tagesplan, statt der Wanderung durch das Bodetal.

Vielleicht lag es am Wetter, dass sich eine Enttäuschung bei mir bemerkbar machte nach dem ersten Rundgang durch die Mitte des Ortes. Ich hatte schon einige Menschen schwärmen hören von der wunderbaren Restaurierung der Fachwerkhäuser. Auf mich wirkte es wie ein unbewohntes Freilichtmuseum, so als würden die wenigen Menschen, die keine Touristen waren, morgens dorthin bestellt und gingen abends wieder nach Hause, anderswo. Je länger ich mich dort aufhielt, desto seltsamer erschien es mir. Erst zu Hause stellte ich fest, dass ich nur ein einziges Foto in Quedlinburg gemacht hatte. Alle Baudenkmäler gibt es ja auf Postkarten.

Das bedeutet, es fehlten die kleinen Besonderheiten, die in den Blick fallen, wenn es ringsum nur große Besonderheiten zu sehen gibt. Der ganze Ort ist so aufgeräumt, als läge er in der Schweiz. Nur dies hier nicht:

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Handwerklich ist das meiste wirklich gut gemacht und ganz sicher ist es besser, als wären nach dem Abriss der Altstadt in DDR-Zeiten hier Plattenbauen entstanden.  Meine Vorbehalte konnte ich mir  nicht sofort erklären. Erst als mich zwei Tage später in Blankenburg ein noch größeres Unbehagen überfiel, fing ich an, darüber nachzudenken. Denn an dem Tag konnte es nicht am Wetter gelegen haben.

In Blankenburg waren wir gelandet, weil ich endlich mal etwas Gutes essen wollte. Im Internet war ein Restaurant „Hexenkessel“ von Besuchern gut bewertet worden. Nur leider hatte es Dienstags Ruhetag. Das zweite Restaurant im Ort, sehr schön am Hang gelegen und mit direktem Zugang zu einem attraktiven Wanderweg, wies die Speisekarte alle Schnitzelgerichte auf, die wir vom Niederrhein der 90er Jahre kennen, von Jäger bis Zigeuner waren alle dabei. Als mein liebster Reisebegleiter die Hefeklöße von der Kinderkarte bestellen wollte, weil er verarbeitete Jäger und Zigeuner meidet, wo es geht, sagte die mürrische Inhaberin, das könne die Kasse nicht verbuchen. Sie ließ sich dann aber doch überreden, zwei Kinderteller in die Kasse einzugeben und einfach alles auf einem Teller zu servieren. Beim Kassieren war sie dann besser gelaunt, hatte offenbar eine Geschäftsidee entwickelt aus unserer Anregung. Ich erzähle das stellvertretend für andere Erlebnisse dieser Art.

Über Blankenburg thront auch ein Schloss, das zum Hotel umgebaut wurde mit einer Schlossgartenanlage.  Die Ortsmitte war nicht ganz so aufwändig auf einen neueren Stand gebracht worden wie Quedlinburg. Gefallen haben mir diese beiden alten Tortüren:

In dem Moment wusste ich, was mir fehlte in den beiden bisher gesehenen Orten, sie hatten für mich keinen Charakter mehr, ähnlich wie das Gesicht einer gelifteten Frau, deren Lächeln nicht mehr natürlich wirkt. Die beiden alten Tore hatten ihren Charakter bewahren können und man kann nur hoffen, dass der nicht getötet wird, durch charakterunverträgliche Lackschichten.

Etwas besser war es in Wernigerode, dort bewegten sich mehr Menschen auf den Straßen, überwiegend jedoch Touristen, was den Ort lebhafter wirken ließ. Zusammenfassend bin ich auf den Begriff gekommen, der für alle besuchten Orte zutrifft, es war eine gewisse Freudlosigkeit, die ich wahrnahm, in der Architektur, in den Schaufenstern, in den Einrichtungen der Restaurants, bei den Speisen, bei den Menschen. Mir fehlten die jungen Menschen auf den Straßen und die Kinder. In einer ähnlichen Art gibt es das am linken Niederrhein auch, nur hat die Bauweise in einigen kleinen Orten zusätzlich etwas  Hermetischeres, Farbloses. Auch da wandert die Jungend ab in die großen Städte und zurück bleibt ausschließlich Vergangenheit.

In Halberstadt hatte ich diesen Eindruck nicht. Sicher war daran das  Blaskonzert beteiligt, mit Spielfreude vorgetragen und mit Hörfreude vernommen.


Tor zum Harz

Es ist zu heiß, um draußen zu arbeiten. So bleibt Zeit, von der letzten Reise in den Harz zu berichten. Dieses Stückchen Deutschland war uns bisher unbekannt. Ich hatte Vorstellungen von wilder Landschaft, dunklen Wäldern, reißenden Bächen und Hexentanzplätzen. Die Quellen für diese Bilder könnte ich gar nicht benennen, sie haben sich seit der Kindheit angesammelt und jetzt bestand die Möglichkeit, diese Bilder wiederzufinden.

Da die Reise nur kurz sein konnte, mussten wir eine Auswahl treffen. Begonnen haben wir folglich mit dem „Tor zum Harz“, mit Halberstadt. Es war Samstag nachmittag und entsprechend ruhig im Städtchen. Leider waren auch die beiden Kirchen, die mich am meisten beeindruckten von den Bauwerken der Stadt schon geschlossen, genauer gesagt, die eine von beiden, in der anderen sollte ein Konzert stattfinden.

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An einem langgezogenen, Baumgesäumten Platz stehen sich vis-a-vis zwei Kirchen gegenüber wie bereit zum Unterricht über Architektur. Die eine ist die Domkirche mit schlank aufragenden Türmen, den französischen Kathedralen nachempfunden, versehen mit schmalen, hohen Fenstern und bestückt mit phantasievollen Wasserspeiern.

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Nach einer 180 Grad-Drehung hat man die Liebfrauenkirche im Blick, trutzig und gedrungen, die einzige viertürmige Basilika aus der Zeit der Romanik, wie ich nachlesen durfte.  Sie wurde im Jahr 2005 1000 Jahr alt, also ca. 300 Jahr älter als ihr Gegenüber.

Nach einem kleinen Rundgang hinter den Kirchen entlang vernahmen wir die Töne der Bläsergruppe, die sich im Dom an Samstagen trifft. Etliche Menschen hatten sich auf dem Platz und den dazugehörigen Bänken versammelt, um der Musik aus der Empore zu lauschen.


Die Störche vom Deich

In diesem Jahr waren die Störche in Wallach, die wir im letzten Jahr schon beobachten konnten, früh zurück aus dem Süden und haben sogleich den alten Standort eingenommen, mit Eiern bestückt und das Brutgeschäft verrichtet. Das Frühjahrswetter war günstig, es gab keinen Frost mehr und keine große Nässe. Wir konnten also bald drei Köpfe zwischen den Ästen ausmachen. Den Eltern hatte es also so gut gefallen, dass sie gleich ein Ei mehr gewagt haben.

Als sie größer wurden, konnte ich sehen, dass es ein Junge und zwei Mädchen sind.

Natürlich waren wir immer mal wieder am Deich, um das Heranwachsen zu beobachten. In der letzten Woche hatten wir Glück und konnten die ganze Familie bei einem Übungsflug über die Rheinwiesen beobachten.

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Abflugbereit

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Landeanflug

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Landung in Nestnähe

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Drei prächtige Jungstörche

Gestern nun war das Nest leer. Wahrscheinlich waren sie alle beim Frösche fangen in den immer noch sehr nassen Rheinwiesen, zusammen mit einer weiteren Storchenfamilie. Acht Störche sahen wir vom Deich aus durch das Wasser staksen. Nahrung scheint es in diesem Sommer genug zu geben.  Auf diese Weise werden sie am Niederrhein wieder ansässig, nachdem es Jahrelang keine Störche gab.


Verknotet und verschlungen


Sommerflieder und Falterbesuche

 

Der Sommerflieder wächst überall im Garten ganz von allein. In diesem Jahr ist er besonders üppig. Nicht immer passt er dort, wo er sich angesiedelt hat. Da er jedoch nur zwei bis drei Jahre durchhält, lasse ich ihn gewähren. Vor allem weil er die Schmetterlinge anlockt wie keine andere Pflanze. Auf diese Weise konnte ich Bekanntschaft machen mit dem „Kleinen Wiesenvögelchen“, auch Kleiner Heufalter genannt oder latainisch Coenonympha pamphilus. Häufiger als dieser Falter sind Kleiner Fuchs, Pfauenauge und Admiral auf den Dolden zu sehen.


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