El Rastro in Madrid


Flohmarkt spanisch

In einem Beitrag lässt sich schwer zusammenfassen, welche Eindrücke in fünf Tagen Madrid entstanden. Daher berichte ich über den Sonntagvormittag als besonderes Ereignis. Am Sonntags ist nämlich El Rastro, Floh- und Trödelmarkt in Madrid.

Wir wunderten uns, dass der Morgenzug auch am Sonntag so vollbesetzt waren, wie an den Arbeitstagen. Auch hatten wir den Stadtplan im Hotelzimmer liegen lassen und wussten nun nicht genau, wo dieser Markt stattfinden sollte. Es nieselte ein wenig und wir folgten einfach den Schirmen, die alle in eine bestimmte Richtung drängten. Dort musste etwas los sein. Das war es dann auch. Schon bei den ersten Ständen noch vor der Hauptstraße Ribera de Curitudores wurde es eng. Zum Glück hörte es auf zu regnen, so dass die Gefahr der Augenverletzung durch die gedrängten Schirme sich verringerte. Hier nun tummelten sich auch die Touristen aller Herren Länder, aber vor allem die Spanier aus der Stadt und aus der Umgebung. Auf diesem Markt gab es alles zu kaufen, von der Unterhose bis zur Gasmaske, vom Schraubenzieher zum Sonnenschirm, einfach alles, aber keine Ausschussware, sondern durchaus gute Qualität.

Das war es aber nicht, was mich interessierte. Ich wollte den echten Trödel sehen und nach Möglichkeit ein paar Puppen für meine Fotosammlung finden. Stellenweise ging nichts mehr vor und zurück, so dicht war inzwischen die Menschenmenge, ein Gewirr von Sprachen und Ausdünstungen, schwere Parfüms und Mottenkugeln, eine grandiose Mischung.

Dann endlich, ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben, doch noch die Straßenzüge mit den Antiquitäten. Hier sind sowieso die Händler ansässig, so dass einige nur ein bisschen was vom Vorrat vor die Türen stellen mussten. Andere hatten auf dem großen Platz ihre Schätze ausgebreitet. Mir schien, es waren wirkliche Schätze dabei. Meinem Liebsten stand die Zufriedenheit darüber, dass wir mit dem Flugzeug gekommen waren, im Gesicht geschrieben. Das hölzerne bemalte Schaukelpferd oder die farbig gefassten Holzengel hätten mich glatt in Versuchung führen können. So musste ich mich mit ein paar neuen Fotos von alten Puppen für meine Sammlung zufrieden geben und mit Gucken und Staunen, was hier alles zu finden war, was ich nie gesucht hätte, Kirchenbänke, Stalllaternen, Holzfriese, Sitzzinkwannen, aufgerollte Spitzen, nie gesehene Werkzeuge usw. usw.

Der Besuch dieses Viertels empfiehlt sich wegen der vielen Antiquitätenläden wahrscheinlich auch ohne den zusätzlichen Trödelmarkt. Auf der Plaza Mayor, also ganz in der Nähe, findet sonntags ein Sammler-Markt statt, bei dem es hauptsächlich um Münzen und Briefmarken geht. Dort verhandelten ältere Herren sehr ernsthaft miteinander.

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