Bei den Nachbarn

Erster Tag

Für drei oder vier Tage der Arbeit den Rücken zu kehren und die Nachbarn zu besuchen, hat sich bewährt. Wichtig ist, es sollte anders sein, als zu Hause. Lange fahren wollten wir auch nicht. So wählten wir eine Strecke von 130 km  in den Norden von Holland, der dort aber nicht Nordholland heißt sondern Overijssel. Die Ecke kennt kaum jemand, wir kannten sie auch nicht, wussten nur, es würde dort flach sein wie am Niederrhein. Daher mussten die Fahrräder mitgenommen werden. Als Quartiert suchten wir B & B Sagenland aus in Harbringshoek, was erst recht niemand kennt,  jedoch ein guter Ausgangspunkt für  Ausflüge zu sein schien.

Harbrinkshoek

Das bestätigte sich, auch die vermutete Ähnlichkeit der Landschaft mit dem Niederrhein, nur erscheint es dort noch flacher durch die ausgedehnten Weideflächen. Was der Niederrhein nicht aufzuweisen hat, sind die vielen kleinen Wasserläufe, die die Felder und Wiesen unterbrechen. Außerdem sind die Radwege derart gut ausgebaut, ausgeschildert und ausgestattet, dass man gerne eine Delegation aus unserem Land zu den Nachbarn schicken würde. Besser kann man es nicht machen und abgucken sollte erlaubt sein.

Papierkorb

Für eine sehr gute Idee halte ich die ausgeklügelten Papierkörbe an den Radwegen, sie fordern sportlich heraus, weil man unbedingt treffen will, und so landen Trinkbecher und Flaschen, Tüten und Eispapiere dort, wo sie am schmalen Ende des Fangkorbes durch Öffnen einer Klappe entsorgt werden können. Es lag nie irgendwo etwas daneben. Wäre ja blamabel, träfe man nicht.

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7 Kommentare on “Bei den Nachbarn”

  1. ja, so sollten Radwege sein ! Schöner Bericht und besonders das 1. Bild gefällt mir sehr gut !

  2. Philipp Elph sagt:

    Auf dem Foto sieht der Papierkorb aus wie eine umgebaute Weihnachtsbaum-Einpackmaschine! Pfiffige Lösung!

    • karu02 sagt:

      Ja, daran dachte ich auch als erstes und schön finde ich die Teile ebenfalls nicht, aber schöner als in die Natur geworfener Abfall sind sie allemal.

  3. oachkatz sagt:

    Richtig schön, sind sie ja nicht, die Papiereinwurfkörbe, aber die Idee ist wunderbar, zumal sie zu funktionieren scheint.

  4. kormoranflug sagt:

    Da gibt es wohl keine Raben. Bei unserem Radweg öffnen die Raben sogar die Papierkörbe und schmeissen alles raus. Dann wird alles untersucht. Glizernde Papiere werden ins Nest gebracht.

    • karu02 sagt:

      Doch, es gab Rabenvögel, Dohlen und Krähen habe ich gesehen, aber nicht in den Papierkörben. Vielleicht ist ihnen das nicht geheuer, diese Art Käfig.

  5. rotewelt sagt:

    Die Orte, die niemand kennt, sind oft die schönsten. Wirklich witzig, die sportlich herausfordernden Papierkörbe!


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