Licht am Bodensee

Den Bodensee haben wir auf unseren Reisen immer nur gestreift, mal dort Rast gemacht bei der Durchfahrt, mal einen Tagesausflug dorthin. Diese Mal übernachteten wir auf der Hinfahrt ins Piemont am Untersee in Moos auf der Halbinsel Höri. Das Gasthaus Schiff hatte ich wegen seiner Lage ausgesucht und damit richtig gelegen. Es sind nur ein paar Schritte bis zum Wasser und Sommertags schaut man aus dem Fenster sicher auch auf den See und nicht auf die winterverpackten Boote an Land.

Auch dieses Mal, wie schon alle Male zuvor, gab es keinen blauen Himmel über dem See. So gerne würde ich das einmal sehen, bei strahlendem Wetter und möglichst auch mit Sonnenuntergang. Wir hatten dort immer nur Dunst oder Regen. So auch wieder bei der Ankunft am Mittag. Wie es bei Nebel aussieht, habe ich gerade bei Rotewelt entdeckt.
Wir hatten, nachdem wir den Nachmittag in Radolfzell und den Abend in Konstanz verbrachten, am nächsten Morgen nach dem Frühstück einen unerwartet beeindruckenden Blick über den See. Die Boote lagen schon alle herbstlich vertäut, so dass der See in dieser Ecke den Wasservögeln allein gehörte. Die Wolken zeigten an, dass der Regen bald wieder die Regie übernehmen würde. Für den Moment gestalteten sie mit ihrer drohenden Dunkelheit das Licht dramatisch.

Mir gefällt diese Ecke des großen Gewässers am besten. Die Stimmung im Oktober ist so, dass ich ein paar Tage mit Aquarellkasten und Pinseln dort hocken möchte und an nichts anderes mehr denken. Für die nächste Reise haben ich den Hegau mit seinen Vukankegeln ausgeguckt. Von dort ist es nicht weit zum See und vielleicht zeigt er sich dann doch einmal im Sonnenlicht. So ein Wolkenhimmel wie an diesem Morgen ist mir auch recht.

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10 Kommentare on “Licht am Bodensee”

  1. rotewelt sagt:

    Sehr schöne Impressionen hast du mitgebracht, karu, auch wenn der Himmel nicht blau war!
    Das ist ja wirklich verrückt, dass wir quasi gleichzeitig dort waren (ich war von Freitagnachmittag bis Montagfrüh am Untersee mit Quartier in Hegne zwischen Konstanz und Allensbach. Am Sonntag hat es fast ständig geregnet, mittags war ich auf der Halbinsel Höri und habe das Otto-Dix-Haus besucht. Ich wollte auch noch ins Hermann-Hesse-Haus, doch dort hinein kann man nur auf Anmeldung. So fuhr ich noch bis Stein am Rhein in der Schweiz, dort hörte der Regen genau für die Dauer meines Stadtrundgangs auf. Ich habe auch nur wenige Sonnenmomente erlebt, aber einen wunderbaren Sonnenuntergang, dazu später mehr.

    • karu02 sagt:

      Wir waren vom 15. auf den 16. am Bodensee, das war Dienstag und Mittwoch. Ich nehme an, Du warst eine Woche später dort? Oder warst Du die Frau mit der Kamera auf dem Steg?

  2. sehr stimmungsvolle Aufnahmen..wunderschön !

  3. oachkatz sagt:

    Ich will dahin! Jetzt! Was Du immer anrichtest …

  4. ja stimmt, auf der Höri ist es am schönsten. Da war ich auch schon so lange nicht mehr.
    Schöne Bilder!!

  5. wassily sagt:

    Mit dem Schiff habt ihr eine gute Adresse gewählt. Höri und Hegau sind ohnehin die besten Standorte für einen Besuch am Bodensee. Fahrt mal im Spätfrühjahr hin und nehmt die Räder mit – ihr werdet unvergessliche Tage erleben…

    • karu02 sagt:

      Genau das haben wir vor, die Räder mitnehmen und im Frühjahr fahren. Mich würde auch der Winter reizen. Mal sehen…

  6. Dina sagt:

    Tolle Impressionen!


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