Heimatgefühle

Das Grau der letzten Tage hat sich endlich in Herbstfarben verwandelt, eine heftige Begeisterung für die Heimat erfasst mich. Ich muss das unbedingt teilen, selbst auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, da ich jedes Jahr so einem Anfall von Heimatliebe zum Opfer falle.

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Gestern habe ich noch geflucht wegen der Grautöne und der Nässe und mir Auswanderungsorte ausgedacht.  Heute zog die frühe Sonne mich und meine Kamera gleich morgens zu meiner Lieblingsstelle bei Rheinkilometer 819. Von hier aus (Perrich) kann man bis zum Dom in Xanten schauen. Mehr will ich ja gar nicht.

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Vater Rhein hat sich wieder einmal breit gemacht in seinem Bett. So mag ich ihn am liebsten. Die Pappeln recken ihr Blattgold in das Himmelsblau unter dem Beifallgeschnatter der glücklichen Gänse.

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Es wächst sogar noch frisches Grün auf den Feldern.  Heute war ich ein Niederrhein-Fan. Mal sehen, was morgen wird.

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9 Kommentare on “Heimatgefühle”

  1. vilmoskörte sagt:

    Schön hast du die Stimmung eingefangen. Ich finde es auch immer erstaunlich, dass es so grünt, wenn man dieser Tage bei Sonnenschein über Land fährt.

  2. wassily sagt:

    Heimatgefühle – dafür muß man sich nicht rechtfertigen. Mir geht es beim Wechsel zwischen Stuttgart und Ligurien immer so. Wenn ich ankomme fühle ich micht daheim, mal hier, mal dort. Und das ist ein wohliges Gefühl.

  3. gth sagt:

    Heimatgefühle sind höchst ehrenhaft und niemand sollte sie belächeln. Wenn man Deine stimmungsvollen Bilder in Ruhe anschaut, lassen sich Gemütszuistände durchaus gut nachvollziehen. Wunderbar.

  4. oachkatz sagt:

    Und wenn diese Heimatgefühle dann auch mal durch Auswanderfantasien unterbrochen werden: umso besser. Ich muss da unbedingt auch mal hin, an den Niederrhein, scheint es mir.

    • karu02 sagt:

      Heute, liebes Eichkatzerl, würdest Du nicht hier sein wollen. Tage wie gestern sind nicht die Regel sondern eher die Ausnahme. Heute ist es wieder Novembernieseliggrau. Aber das ist es vielleicht auch, warum ich an den schönen Tagen so aus dem Häuschen bin…Alles, was man täglich haben kann, wird zur Gewohnheit.

      • oachkatz sagt:

        Hier ist es bei Novembernieseliggrau auch nicht zum Hierbleiben. Wenn die Sonne und die Farben weg sind, merkt man plötzlich, dass die Stadt doch zum großen Teil aus Stein und Beton besteht. Aus viel Stein und Beton.

  5. wunderschöne Aufnahmen vom alten Vater Rhein..so liebe ich ihn auch !
    herzliche Grüsse vom Oberrhein

  6. Lakritze sagt:

    Blattgold –! Du hast natürlich recht. Und es kann sich glücklich schätzen, wer bei diesem Fluß wohnt — eine (zumindest zeitweise) prächtigere Heimat gibt’s wohl kaum. Ich kann Deine Begeisterung absolut nachvollziehen.


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