Das Uhu-Rätsel von Haarlem

Echt oer nicht?

Drei Tage bei den Niederländern zeigten wieder einmal, wie rätselhaft auch die nächste Nachbarschaft sein kann. Zum Staunen muss man nicht um die halbe Welt jetten. Ein Erlebnis der besonderen Art hat mir die schöne Stadt Haarlem beschert. Ich war damit beschäftigt, an dieser Gracht

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die Spiegelungen der Häuser in der Abendsonne auf die Chipkarte zu bannen,

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als mich eine Dame ansprach und fragte, ob ich auch zoomen könne mit der Kamera. Dabei wies sie nach oben, auf den Giebel eines der schönen Häuser. Dort hockte ein Uhu! Ein großes Tier, ganz ruhig, wie es dieses Greifvögel manchmal tun am Tage, dösend, schlafend. Die Frau war ganz aus dem Häuschen und versuchte mit ihrem Smartphone den Vogel in der dritten Etage einzufangen. Ich war skeptisch. „Der ist doch nicht echt, oder?“ Die Dame antwortete ein wenig empört, sie wohne hier seit 14 Jahren und gestern sei der Uhu noch nicht da gewesen. Ein Kind kam hinzu und schloss sich der Begeisterung über diese Erscheinung an. Da es mir noch unwahrscheinlicher erschien, so einen Vogel auf eine solche Fassade zu befördern, aus welchem Material aiuch immer, schloss ich mich trotz anhaltender Zweifel der Begeisterung an. Immerhin gibt es in der Nähe ein großes Naturschutzgebiet, warum sollte der Uhu nicht hiierhergeflogen sein?

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Zu Hause war ich begierig, die Fotos daraufhin anzuschauen, vergrößerte den Ausschnitt, verminderte den starken Schatten, den das Abendlicht entstehen ließ, verglich die Aufnahmen und war dann plötzlich ganz sicher.

Wer mag, darf gerne miträtseln, zu welchem Ergebnis ich gekommen bin und warum.

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13 Kommentare on “Das Uhu-Rätsel von Haarlem”

  1. kormoranflug sagt:

    Da glaube ich eher an eine Tauben-Scheuche. Den Fuss-Schemel hat der UHU wohl mitgebracht.

  2. oachkatz sagt:

    Sieht gut aus. So oder so.

  3. kormoranflug sagt:

    Es soll auch einen ganz bösen Uhu geben der alle Passanten angreift.

  4. richensa sagt:

    Er sieht ein wenig so aus, als habe er sich aus einem Harry-Potter-Buch verirrt…

  5. Lakritze sagt:

    Hm. Sicherheitskamera? In manchen Städten scheint man die als Geflügel tarnen müssen zu glauben,

  6. Ingrid sagt:

    Ach. Jetzt gibt es außer Raben auch schon Plastik-Uhus 😉 ?? Aber davon mal abgesehen, teile ich deine Meinung, dass man auch nicht weit von ‚hier‘ schon Rätselhaftes, Interessantes, Sehenswertes findet. Deine Beiträge sprechen mich gerade besonders an, weil wir planen, demnächst mal wieder nach Haarlem zu fahren.

    (Ich bin durch Zufall hier ‚gelandet‘).
    Grüße aus Köln 🙂

    • karu02 sagt:

      Die Reise ist zu empfehlen, am besten Fahrräder mitnehmen. Ich schreibe auch noch etwas über das Naturschutzgebiet in der Nähe von Haarlem.

      • Ingrid sagt:

        Das können ja nur die Kennermerduinen sein. Ich freu‘ mich auf deinen Bericht.

      • karu02 sagt:

        Oh, Du kennst das. Du bist die einzige bisher.

      • Ingrid sagt:

        Ich war als Kind und Jugendliche mit meinen Eltern siebenmal zum Camping in Zandvoort, auf einem wunderschönen Campingplatz in den Dünen zwischen Z. und Bloemendaal. Ich glaube, wir kennen unser schönes Nachbarland viel zu wenig.

  7. […] Fußgänger in unmittelbarer Nähe passieren, ohne sie zu beachten. Da ich schon einmal von einem Kunst-Uhu genarrt worden war, hielt ich diesen Reiher auch für ein gut gemachtes Kunststoff-Tier, bis er den […]


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