Der Mehlschwalben-Sommer

 

Es war wohl ein guter Sommer für die Mehlschwalben. In einigen Bauernhöfen dürfen sie noch nisten, dort sieht man sie in den Kuhstall flitzen und wieder heraus. Besonders gerne halten sie sich in Deichnähe auf und gelegentlich muss ich mich weg ducken, weil sie knapp an meinen Ohren vorbeifliegen. Ich schaue ihnen so gerne zu, weil ihre Flugweise lustig wirkt oder doch mindestens gut gelaunt. Ihre Schnelligkeit und Wendigkeit macht es schwer, sie mit der Kamera einzufangen. Ich werde immer schwindelig dabei.

An der alten Eisenbahnbrücke ist es mir gelungen, eine Fütterung zu beobachten. Es ist sicherlich die zweite Brut, vielleicht sogar die dritte. Der Sommer war wohl genau richtig für diese quirligen Flugkünstler.

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Insekten gab es und gibt es immer noch genug, um alle Elternvögel und die Nachkommen mit Energie zu versorgen. Es dauert ja nicht mehr lange und sie sammeln sich für die große Reise in den Süden.

 


4 Kommentare on “Der Mehlschwalben-Sommer”

  1. walterlenz sagt:

    Wunderschöne Bilder und faszinierend geschrieben. Da hat sich das Ducken gelohnt. Und die Fütterung: Ein Glücksmoment.

  2. Lakritze sagt:

    Oh, Schwalbenbilder! Du hast völlig recht, die Schwalben fliegen so ausgelassen, daß das zuschauen schon Freude macht. Ich habe entdeckt, daß es sie auch in der Stadt gibt; bislang dachte ich, es gäbe da eine klare Mauersegler-Schwalben-Aufteilung.

  3. richensa sagt:

    Danke für den schönen Bericht mit den tollen Fotos! Hier in der Stadt schwirren noch ein paar Schwalben herum, aber auch hier sammeln sie sich.
    Das Tollste habe ich am Wochenende gesehen, hatte aber leider keine Gelegenheit zum Fotografieren: eine Truppe von bestimmt 30 Störchen auf einem Feld bei Höxter, sie haben sicherlich dort Rast auf dem Flug nach Afrika gemacht. Mussten sich wahrscheinlich mal die Beine vertreten😉

    • karu02 sagt:

      @Lakritze:Hier sehe ich, soweit das überhaupt zu unterscheiden ist am Himmel und bei Gegenlicht, nur die Mehlschwalben. Ich dachte bisher auch, sie vermeiden es, sich in die Quere zu kommen, schon wegen der Flugsicherheit.🙂

      @Richensa: Solche Storchenansammlungen gibt es neuerdings hier auch. Zuerst sammeln sich die Jungstörche, ca. zwei Wochen später fliegen die Elternstörche gen Süden. Andersherum wäre es mir logischer erschienen, noch logischer, wenn die Alten und die Jungen zusammen flögen. Aber irgendeinen Vorteil wird es wohl haben, die Jungen auf den unbekannten Weg zu schicken. Vielleicht werden die Liegengebliebenen dann eingesammelt von den Eltern?


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