Marken NL

 

Ein paar Tage Erholung waren nötig, bevor es mit der Obsternte richtig los geht. Die Hände mal nur für den Auslöser an der Kamera gebrauchen und ansonsten in den Schoß legen. Das ist weitgehend gelungen und am vierten Tag ging es den Händen und dem Rücken wieder gut.

Gleich am Sonntag steuerten wir in Noord-Holland die ehemalige Insel Marken im nach ihr benannten Markermeer (früher Zuidersee) an, die durch eine Deichverbindung mit dem Festland zur Halbinsel geworden ist. Es sollte ein zweiter Deich gebaut werden und durch Einpolderung die Insel zum Festland gemacht werden. Diese Pläne hat man aufgegeben. Ein Teil dieses Deiches besteht noch, es ist jedoch eine Wasserverbindung offen geblieben, so dass Schiffe und Boote die Häfen Volendam und Monnickendam ansteuern können. Von Volendam aus gibt es auch eine regelmäßige, viel genutzte Fährverbindung zur Halbinsel Marken. Wie ich hinterher las, besuchen etwa 1.000.000 Menschen dieses kleine Dorf. Vielleicht hätte ich es gemieden, hätte ich das vorher gewusst. Das wäre schade gewesen, weil es mir sehr gut gefallen hat.

Sobald man das Hafen- und direkte Dorfgelände verlässt und sich auf den Rundweg Richtung Leuchtturm macht, der auf dem höchsten Punkt der Insel steht,  begegnet man nämlich kaum noch anderen Touristen. Sie bleiben in der Nähe des Hafens oder machen Ausflüge mit einem der Plattbodenschiffe.

Es zogen immer mal wieder Regenwolken auf, die schnell wieder verschwanden. Es regnete nur über dem Festland, so dass wir trocken blieben bei der Rundwanderung von etwa 5 km. Die ganze Halbinsel ist ca. 3 mal 2 km groß, man kann sich nicht verlaufen.

Durch den Abschlussdeich, der die Gewässer zu Binnengewässern werden ließ, gab es keine verheerenden Überschwemmungen der Insel mehr. Die Häuser der etwa 1.800 Einwohner stehen erhöht auf Warften. In den vergangenen Jahrhunderten sind sie durch Sturmfluten immer wieder zerstört worden. Allerdings wurden auch die Fischer durch den Abschlussdeich weitgehend arbeitslos.

Die Einwohner von Marken scheinen heute vom Tourismus und von der Landwirtschaft zu leben.

 



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