Igelkinder

 

Der Kater hörte das Rascheln zuerst. Kein Lebewesen kann zur Zeit lautlos durch den Garten streifen, die trockenen Blätter verraten jeden Schritt. Ich wollte genau so dringend wissen, wer da durchs Unterholz schleicht wie der Kater. Folglich lagen wir beide vor dem Rhododendron auf dem Bauch und versuchten es herauszufinden. Das Rascheln kam näher, an zwei Stellen. Es konnte nichts sein, was den Kater sonderlich interessiert, also keine Mäuse, keine Ratten, kein Vögel, sonst wäre er nicht neben mir liegen geblieben, mit  aufmerksamen Ohren zwar, aber ohne Jagdlust.

Wir bekamen zwei Igelchen zu sehen,  Zwillinge, denn einer sah aus wie der andere.

Sie ließen sich weder vom Kater noch von meiner Kamera stören, waren eifrig bemüht, so viel Fressbares wie möglich unter den Blättern zu finden. Sie müssen noch ordentlich an Gewicht zulegen, wenn sie den Winter überstehen wollen. Das angebotene Katzenfutter verschmähten sie jedoch.

Ich habe die Hoffnung, dass sie ganz viele Nacktschnecken fressen. Wenn es sein muss, helfe ich ihnen suchen, ich kenne die Stellen, wo sie zu finden sind. Zum Nachtisch können sie Äpfel und Birnen naschen, ich lasse immer ein paar liegen für die Tiere.


3 Kommentare on “Igelkinder”

  1. walterlenz sagt:

    Klasse! Igel mag ich sehr. Deine Fürsorge und den Beitrag auch.

  2. Lakritze sagt:

    Hoffentlich kommen sie gut durch den Winter. Mögen sie viele Schnecken fressen!

  3. richensa sagt:

    Schöne Bilder von den kleinen Rackern…
    Leider sind im Tanten- und Schwesterngarten seit ein paar Jahren keine mehr..


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