Endlich Pilze

Was ist denn ein Herbst ohne Pilze im Wald und Flur? Nach dem ersehnten Regen fand ich gestern im Galgenvenn bei Kaldenkirchen, worüber ich noch berichten werden, die ersten interessanten Exemplare.

Zunächst zwei Familienaufstellungen, links Familie Fliegenpilz und rechts Schopftintling, von denen ein Wanderer, der mich vor den Pilzen knien sah, berichtete, dass sie, also die Tintlinge, nicht die Fliegenpilze,  wunderbar schmecken, wenn man sie jung erntet und so schnell wie möglich zubereitet. Ich habe es nicht glauben wollen, es scheint aber zu stimmen.

Die Baumpilze gedeihen eher unabhängig vom Regen, dieses Jahr scheint rotorange an der Krempe Mode zu sein im Wald, sehr hübsch, wie ich finde.

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Für mich sensationell war dieser Fund der schleimigsten Schleimpilze, die ich je sah, beinahe erschienen sie flüssig. Erst auf der Fotovergrößerung sah ich, dass die Bläschen auf der Oberfläche des Wurmartigen Gebildes offenbar platzen und die Sporen in die Gegend schleudern. Die Fotos sind nicht so scharf, wie ich sie gerne hätte, es war ein Nebeltag und unter den Bäumen ziemlich dunkel.

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Und hier noch ein weiterer Schleimpilz (?), den ich gerne noch einmal besuchen würde, um zu sehen, wie er sich entwickelt.

 

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5 Kommentare on “Endlich Pilze”

  1. Solminore sagt:

    Stimmt. Der Schopftintling (Coprinus comatus) ist nicht nur eßbar, sondern hat auch einen sehr feinen Geschmack. Man kann ihn auch — anders als den verwandten Faltentintling (C. atramentarius— ohne schlimme Folgen zusammen mit Alkohol konsumieren.

    • karu02 sagt:

      Vielen Dank für die Bestätigung, ich werde nun einmal junge Tintlinge zu finden versuchen und auf jeden Fall den Alkohol weg lassen. Man kann ja nie wissen…

  2. walterlenz sagt:

    Da ich kein Pilzkenner bin, bleibt mir nur übrig, zu den wundervollen Fotos zu gratulieren

  3. LitterART sagt:

    Schopftintlinge – natürlich kann man sie genüßlich verspeisen (der Begriff sie „essen“ wäre wegen ihres wahrlich vortrefflichen Geschmacks schon nahezu diskrimierend in diesem Zusammenhang). Ich habe erst vor wenigen Tagen noch kurz vor dem ersten Schnee wohl die letzten ihrer Art für heuer gefunden und genossen. Das sind meine Lieblingspilze unter vielen anderen auch sehr schmackhaften „Schwammerln“. Man findet sie in großen Scharen meist an Wegrändern, auf Schotterflecken oder auf großen Wiesen. Und im Gegensatz zu anderen Speisepilzen läßt sie fast jeder stehen, weil sie nicht so bekannt sind und etwas unheimlich bzw giftig wirken.Das täuscht allerdings gewaltig und kommt jemandem wie mir zugute, der diese Pilze liebt!!!

    Mein einfaches Rezept: Die frischen Pilze (keine schon schwarz werdenden) grob schneiden. Butter in Pfanne geben und die geschnittenen Pilze so lange dünsten, bis das austretende Wasser fast verdunstet ist. Im richtigen Moment etwas Mehl hinzu geben und das Gericht immer gut in der Pfanne rühren. Kurz nbochmals heftige erhitzen. An sich könnte man sie nun schon mit etwas Salz und eventuell Pfeffer anrichten. Je nach Lust und Geschmack können aber noch in der Pfanne etwas Sauerrahm und Preiselbeeren oder stattdessen ein kleiner Löffel Akazienhonig eingerührt werden, bevor man die Köstlichkeit serviert. Weißbrot hinzu und man hat eine Götterspeise …


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