Erntedank 2016

Die Erntezeit ist vorbei. Mit Hilfe zweier guter Feen habe ich es etwa eher geschafft, noch vor der Nässe. Das war sehr gut. Nichts ist schlimmer, als wenn beim Äpfelpflücken der Regen in den Kragen rinnt oder auf der Brille stehen bleibt. Alle Früchte konnten trocken zur Kelterei oder in den Keller gebracht werden. Einiges muss noch in die Gläser, aber das hat Zeit. Im Keller liegt nur einwandfreies Obst ohne blaue Flecken vom Fallen. Und doch muss ich immer mal kontrollieren, ob keine heimlichen Faulen dabei sind. Eine neue Sorte – Finkenwerder Prinzenapfel oder Herbstprinz genannt – muss besonders beobachtet werden, weil er in diesem Jahr, seinem dritten, erstmal reichlich Äpfel getragen hat und ich noch nicht weiß, wie gut sie sich lagern lassen.

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Finkenwerder Prinzenapfel

Er schmeckt vorzüglich, nicht zu süß und nicht zu sauer, genau wie ich es mag. Außerdem hat er sehr eigenwillige Formen, kommt oft sehr nahe an einen verpackungsfreundlichen Viereckapfel heran. Ich werde sehen, ob er sich auch zum Backen so gut eignet, wie die Ananasrenette oder der Boskop. Der große Boskop hat drei schlimme Wunden, weil ihm die ganze Krone herausgebrochen ist. Wenn er nicht genug Selbstheilungskräfte entfaltet, wird er nicht überleben. Es gibt aber schon einen Nachfolger, ebenfalls drei Jahre alt, der erstmals reichlich Äpfel trug. Übrigens mag ich keine Äpfel mehr aus dem Supermarkt. Ich frage ich immer, wie es gelingen konnte, Aromen und Säure weg zu züchten und warum das geschah.

Nun gibt es, bis auf die Walnüsse,  nichts mehr zu naschen im Garten. Die normalerweise späten Himbeeren sind früh vertrocknet, weil ich keinen 100 m langen Schlauch zum Gießen hatte. Die Brombeeren waren voller Maden und sind zur Strafe abgeschnitten worden.  Als einzige könnten nun noch ein paar Feigen gerade so reif werden, ein gutes Dutzend konnten wir bereits ernten, letztes Jahr gab es gar keine.

Nur die Mispel behauptet sich jetzt noch fast vollbelaubt zwischen den schütter werdenden oder schon ganz kahlen anderen Obstbäumen. Sie braucht noch eine Weile und etwas Frost, sonst bleiben die Früchte ungenießbar.

 

Wenn ich aus dem oberen Fenster schaue, sehe ich täglich dieses Bild. Die Walnüsse haben es jetzt beinahe geschafft, ihr Blattwerk abzuwerfen. Es muss unbedingt beseitigt werden, da es alle Pflanzen schädigt, weil es nicht so leicht verrottet.

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Walnussblätter Tag für Tag

Ansonsten lasse ich viele Blätter liegen für die Amseln, die Buchfinken, die Rotkehlchen, die Krähen, Elstern, die Igel und was sonst noch überwintern will in unserem Garten. Es war ein schöner Sommer und ein ebenso schöner Herbst, wenn auch oft zu trocken. Jetzt gilt es, den Garten für den Winter herzurichten und endlich auch mal was anderes zu tun.


7 Kommentare on “Erntedank 2016”

  1. Dina sagt:

    Ja, auch wir freuen uns auf die Zeit danach, es gibt so viel Gemütlichkeit im Haus wenn der Garten ruht. Wunderschöne Aufnahmen. Toll, dass zwei Feen mitgeholfen haben.😉

  2. walterlenz sagt:

    Karu, dein Garten ist ja ein Paradies. Neben all dem andern hat mich das Foto der Handschuhe beeindruckt.

    • karu02 sagt:

      Im Paradies musste man allerdings nicht so viel arbeiten.😉 Die Handschuhe gibt es jedes Jahr neu, weil sie zum Ende der Saison immer Löcher haben.

  3. LitterART sagt:

    Nach der Lektüre deines Beitrages denke ich, das könnte dich interessieren – einmalig weltweit in dieser Art und Qualität, soweit ich weiß:

    https://www.stiftadmont.at/wachsfruechtesammlung/

    LG Michael

  4. karu02 sagt:

    Komisch, wenn ich es anklicke funktioniert es. Ich bin in Eile, wenn es Dich interessiert: Fliegensammlung in Admont in meine Suchleiste eingeben. Danke.


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